im Dezember werde ich…

der Großen zum 22. gratulieren

2 Wochen Urlaub zu Hause genießen

für ganz viel Ruhe sorgen

spielen und kuscheln

die Omi vielleicht zum letzten Mal bei uns zu Hause haben

auf Schnee hoffen

kochen und backen

das alte Jahr mit einem freundlichen Lächeln verabschieden

dankbar sein für die letzten 12 Monate

 

22 Jahre…

Nein! Niemals! Das kann nicht sein! 22 Jahre! Du, mein erstes Baby! Als ich so alt war, warst du schon 2 Jahre alt! Und jetzt… ?!? Ach, Pauline. So viel Wehmut kommt da auf. Zärtliche Traurigkeit. Und auch so viel Freude.

Mit 22 Jahren…

  • bist du wunderschön, stark und klug
  • unglaublich klug!
  • hast du Ziele
  • bist du gern Zuhause, darüber sind wir sehr glücklich
  • gruselst du dich immer noch vor den Füßen anderer Menschen (das kann bestimmt irgendwann mal erklärt und therapiert werden :-))
  • hast du einen lieben Freund, der dir sichtbar gut tut und den wir auch deshalb sehr mögen
  • bist du sehr entspannt
  • hast du noch 6 Monate Ausbildung vor dir, dann bist du ganz selbstständig
  • freust du dich auf deine Arbeit, weil du sie im Moment gern machst
  • backst du gern
  • passt du ab und zu auf deine zwei kleinen Geschwister auf und genießt das sogar
  • lieben dich die Kleinen mehr als du glauben kannst
  • rede ich so gern mit dir über Gott und die Welt
  • rasseln wir immer noch ganz schön aneinander manchmal
  • kommen wir immer wieder zueinander, spätestens wenn es am nächsten Sonntag Schnitzel gibt (Juhu!!)
  • schaue ich dich gern an
  • denke ich ganz oft an den Moment, als ich dich zum ersten Mal sah
  • danke ich – wem auch immer – für dieses erste große Wunder, das in meinem Leben mehr verändert hat als alles andere
  • machen wir uns um dich kaum Sorgen, nicht weil du uns egal bist, sondern weil wir ein unglaublich tiefes Vertrauen darin haben, dass du meistens genau weißt, was du tust und das auch zielstrebig erreichst – WOW!
  • sind wir unglaublich stolz auf dich
  • fühle ich mich unglaublich alt
  • sind wir glücklich, dass du zu uns gehörst
  • lieben wir dich sehr, sehr sehr

Deine Eltern.

Friday fives

Feiertag – Total gut getan hat mir der freie Tag, den es in dieser Woche hier in Sachsen gab. Wir hatten verabredet, einen Schlafanzugtag zu machen, wollen stundenlang auf der Couch kuscheln, Filme sehen, Plätzchen backen. Plätzchen haben wir gebacken. Im Schlafanzug. Abr von wegen Couch und so… Nebenbei die Wohnung weihnachtlich geschmückt. Gemütlich und bummeln ist anders, schön war es trotzdem.

Schule – Am Dienstag waren wir für das Elterngespräch bei der neuen Klassenlehrerin eingetragen. Die mittlere Maus ist nun seit Wochen in der 5. Klasse der Oberschule, die bis vor kurzem Mittelschule hieß. Wir trafen die junge, fröhliche (schwangere) Lehrerin an und dankten ihr dafür, dass unser Kind nach wie vor so glücklich sein darf auf dieser tollen Schule, in der sie auch schon die ersten vier Jahre war. Dasd Montessori-Konzept ist genau das richtige für sie. Sie ist gewachsen in den letzten Jahren, hat so viel Kraft bekommen und ein Selbstvertrauen, das unglaublich beneidenswert ist. Wir haben daran sicher unseren Anteil. Aber wir wissen auch, dass vieles davon aus eben diesem Umfeld kommt. Dafür sind wir unendlich dankbar. Dieser Schulplatz ist unser Lottogewinn. Und als die Lehrerin sagte: „Immer, wenn ich Ihre Tochter sehe, denke ich, dass man doch einfach nur glücklich sein muss, so ein tolles Kind zu haben.“ Schnief.

Nachbarschaft – Ich liebe es, hier zu leben. Ich möchte hier nicht weg. Auch, wenn wir uns manchmal tagelang nicht über den Weg laufen, ist es doch schön zu wissen, sich zu haben. Zu wissen, dass wir füreinander da sind. Und wenn wir uns sehen, ist es vertraut und meistens sehr lustig. Hach, was freue ich mich jetzt schon auf den nächsten Frühling, wenn wir alle wieder aus unserem Winterschlaf erwachen und uns auf dem Hof täglich begegnen und viel Zeit miteinander haben. Bis dahin viel in Gedanken beieinander. Ih bin so glücklich, in diesem Umfeld aufgefangen zu werden, viele ähnliche Ansichten teilen zu können, viel Neues zu erfahren. Hier wird nicht herablassend kritisiert, nicht belächelt, nicht ignoriert. Es werden Fragen gestellt, Antworten gegeben, Vertrauen geschenkt, Kummer gesehen, gemeinsam gelacht.

Erinnerungen – Momentan arbeite ich an einem Fotobuch für den Lieblingssohn. Wie viele schöne Erinnerungen dabei wieder hochkommen! Wie süß er war (ist!)! Wie schwer es am Anfang war, wieviel doch noch daraus geworden ist! Wie schön, sich erinnern zu können. Wie schön, schöne Erinnerungen zu haben.

Liebe – Ich werde geliebt. Das ist nicht immer zu glauben und anzunehmen. Das ist sogar manchmal sehr schwer für mich. Aber es ist so. Danke, mein Liebster!

6 Jahre…

Am Jahresende komme ich immer aus dem Staunen nicht mehr heraus. Alle drei Kinder haben nacheinander Geburtstag und ich staune und staune, wie groß ihr nun seid und wie schnell die Zeit vergeht. So auch bei dir, mein süßer Lieblingssohn. Ich mag und kann nicht glauben, dass du nun schon so groß bist. Du, mein Baby. Mein Jüngster. Mein Wildester. Mit dir erlebe ich viele Dinge zum ersten (Jungsklamotten aussuchen und kaufen, Diskussionen um Pistolen, Gewehre usw., das Raufen und sich messen bei allem usw.) und viel zu letzten Mal (stillen, wickeln, Kindergarten, Schulanfang usw.). Du bist ein wilder Raufbold, der vor Liebenswürdigkeit nur so strotzt. Du bringst uns oft an unsere Grenzen, testest alle Rahmen aus, lehrst uns viel.

Mit 6 Jahren…

  • kannst du toll Fußball spielen
  • willst du trotzdem in keinen Fußballverein, weil du einfach mit Papa kicken willst, der schon ganz verzweifelt ist, weil er so viel Talent in dir entdeckt
  • willst du Schlagzeuger, Polizist, Feuerwehrmann, Rennfahrer, Tierschützer, Landwirt und Bauarbeiter werden
    • am liebsten übrigens wirklich alles gleichzeitig
  • hast du Kräfte, die wir kaum bändigen können
  • bewegst du dich sehr gern, kletterst, springst, läufst, hüpfst
  • neckst du deine Schwester wirklich jeden Tag, was sie oft auf die Palme bringt
  • guckst du ganz verstört, wenn sie dann laut wird und schimpft
  • bist du sehr sensibel
  • liebst du Harmonie und Wärme
  • kuschelst du unendlich viel
  • zwischendurch bist du der ganz große Kerl, der Bäume ausreißen kann und will
  • fängst du an, deinen Namen zu schreiben
  • hast du schon ein unglaublich tolles Zahlenverständnis
  • liebst du Tiere, vor allem Hunde, Pferde und Katzen
  • wünschst du dir jeden (!) Tag ein Haustier, jeden Tag ein anderes
  • ist du Berge von Obst und Gemüse
  • liebst du Fleisch
  • und Eier
  • hoffen wir auf einen Platz in der Montessori-Schule
  • machst du  oft Dinge kaputt, nicht, weil du irgendwie böse bist, sondern einfach, weil du staunst, was du alles so kannst und was da so passiert
  • lieben wir dich jeden Tag mehr und sagen uns oft, wie süß und lieb du bist
  • sage ich dir ganz oft, wie glücklich wir sind, dass du in unsere Familie gekommen bist

im November werde ich…

den 6. Geburtstag des Lieblingssohnes feiern

sehr, sehr viel arbeiten

Suppen kochen

Freunde zum Raclette einladen

Weihnachtsgeschenke besorgen

mich mit Tee auf die Couch kuscheln

mich in Achtsamkeit üben

die Wohnung weihnachtlich schmücken

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Familienwochenende im Spreewald

Schon länger hatte ich den Wunsch, für ein paar Tage in den Spreewald zu fahren. Da der Mann tatsächlich frei machen konnte, bot sich das lange Oktoberwochenende an und so sind wir also am Freitag gestartet. Zuerst ohne den Mann, der am Samstag ganz früh nachkam und den ich total gern allein in Cottbus abholte. Die Kinder streichelten währenddessen die süßen Esel unserer Vermieter.

Und nun sind wir hier, mitten im Paradies. In einem Blog wurde Mal von dem Örtchen Burg geschrieben, in dem wir nun in der Dachwohnung eines wunderschönen Holzhauses mit Lehmputz nächtigen. Direkt am Grundstück ist der Einstieg zu Fließ, die Nutzung von Booten und Fahrrädern ist inklusive. Wir hatten noch nie eine so schöne Ferienwohnung. Alle sind total angetan.

Auch das Wetter ist toll, die Sonne scheint und schenkt uns so ein bisschen Wärme, während wir per Rad oder Boot die traumhafte Gegend erkunden.

Mittags kosten wir regionale Spezialitäten und genießen das alles sehr. Auch uns. Die letzte Familienauszeit bis Februar.

Wir haben allein am Samstag so viel erlebt und entdeckt, Künstlern über die Schulter geschaut, das DDR-Museum besucht, Tiere gestreichelt, schöne Dinge gekauft, einen alten Bahnhof bestaunt, dort leider nicht ganz so lecker essen gewesen, viel gespielt, gelesen, gekuschelt…

Am Sonntag waren wir mit dem Boot unterwegs, haben Fischreiher aus nächster Nähe gesehen, kunterbunte Blätter ins Wasser fallen sehen und die Idylle hier genossen. Mittags waren wir total lecker und günstig im „Froschkönig“ in Leipe essen. Herrliche Spreewälder Spezialitäten. Das Wetter hat uns total verwöhnt. Abends sind wir noch mal los, um am Ende der Straße frische Eier zu kaufen und kamen zurück als es schon stockdunkel war. Total müde sind wir abends 21 Uhr ins Bett gefallen.

Der Montag begann eiskalt mit 0 Grad. Ringsherum alles voller Reif. Wir packen flink, frühstücken trotzdem gemütlich, verabschieden uns von vielen Tieren und den liebenswerten Gastgebern. Auf ins Spreewalddorf Lehde. Dort besuchen wir das wunderschöne Freilichtmuseum, nachdem wir unterwegs noch einen Großeinlauf im Hofladen machen und uns und die Nachbarn zu Hause mit Gurken, Leinöl und Eiern eindecken. Lehde ist wunderwunderschön. Eins ist sofort klar: hier müssen wir noch mal mit mehr Zeit und bei höheren Temperaturen zurückkommen. Durch die Gassen spazieren. Eine Kahnfahrt machen. Unbedingt. Nachdem wir bestaunt haben, wie die Menschen hier früher lebten und die Güter bewirtschafteten, schnell noch ein leckeres Essen in der Bauernschänke. Was für ein Genuss! Herrlich! Dort schnell noch einen großen Kürbis erstanden, den wir dann ausgehöhlt und für ein Abendessen verarbeitet haben.

Danach ging es wieder Richtung nach Hause und statt der vom Navi vorgegebenen 2,5 Stunden haben wir nur 2 gebraucht, das war wohl die Wiedergutmachung für die umständliche lange Anreise. Alles gut.

Wir kommen wieder, garantiert!

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Friday Fives

Entscheidungen – Ich bin dankbar dafür, dass im Job eine Entscheidung gefallen ist, die mir neue Wege aufzeigt und Mut macht. Es ist selten so, dass einem deutlich gezeigt wird, dass die Chefs hinter einem stehen. Das ist passiert in den letzten Wochen. Und gestern ist ein langes, mühsames Kapitel zu Ende gegangen. Das bedeutet jetzt vorübergehend noch mehr Arbeit, neue Fragezeichen, ein bisschen Bammel vor dem was kommt. Aber im Grunde ist es richtig gut so.

Spreewald-Ausflug – Ich bin sehr dankbar dafür, dass wir immer mal die Möglichkeit haben, uns andere Orte anzusehen. Weil wir gesund sind, relativ flexibel, tolle Reisekinder haben und keine Geldsorgen haben. Und so freu ich mich auf ein paar Tage Auszeit, die letzten vor Weihnachten. Ab Dienstag geht es nur noch rund, viele Überstunden werden kommen, der Liebste hat einen Dienst nach dem anderen oder ist gar nicht zu Hause für mehrere Tage. Aber wir schaffen das.

Gesundheit – Seit Tagen kränkeln das mittlere Tochterkind und ich vor uns hin, jeder für sich. Die mittlere Mal röchelt und schnieft und ist dauermüde, ich hab Halsweh, bin müde, der Kopf schmerzt sehr und ich kämpfe die ganze Zeit gegen das Kippen in den Krankstatus. Da geht dann nix mehr. Deshalb bin ich dankbar für die Stabilität, die ich doch im Moment empfinde, weil es bisher mit Hausmittelchen gut abgefangen werden konnte.

Musik – Unglaublich schön war das Konzert, das ich gestern erleben durfte. Schön, dass ich zwei nette Begleitungen hatte, mit denen ich viel gelacht habe. Die Musik war unglaublich, der Liebste hat immer wieder zu mir hoch geschaut und ich zu ihm auf die Bühne. Das bedeutet mir immer viel. Zwischen den fast 2000 Menschen schaut er zu mir und wir spüren genau, wenn sich unsere Blicke treffen. Ein total schöner Abend war das.

Zeit für mich – ich habe heute frei, weil ich Teilzeit arbeiten kann und meine Zeit sehr flexibel einteilen kann. Wie schön das ist! Und jetzt gehe ich los, habe ein Treffen mit einem Achtsamkeitstrainer, den ich kennenlernen will. Vielleicht starte ich nächste Woche in einem Kurs, der mir etwas mehr Gelassenheit bringen soll.