im September werde ich…

leider nicht in das ersehnte Paarwochenende in den Spreewald starten

die Borrelien hoffentlich alle bekämpft haben

vielleicht wieder arbeiten gehen können

den Spätsommer gründlich genießen

die wunderbare Edelgard Will wiedersehen

ein Wochenende bei Nürnberg verbringen, ohne die Familie

Geburtstagsgeschenke für die Kinder kaufen (das hört dann nicht auf bis Weihnachten)

im August werde ich

wieder im Alltag ankommen, hoffentlich

lesen

laufen

gesund essen

einige Arztbesuche haben

die wichtigen Fragen wieder nicht beantworten

sagen: bis zum Jahresende guck ich mir das noch an, dann entscheide ich endlich (was ich sowieso schon weiß) – zum wievielten Mal?!?

das frische Obst und Gemüse vom Markt genießen

im Juni werde ich…

mich auf Schweden freuen

den letzten Arbeitstag haben vor einem langen Urlaub

Rhabarber essen

die Balkonpflanzen genießen

Erdbeeren ernten

mit Freunden im Garten sitzen

die süße Mittlere von ihrem letzten Grundschultag abholen

laufen – so oft es geht

gesund bleiben

verhasstes Schwarz

Plötzlich ist es wieder da. Dieses schwarze Loch. Woher kommt dieser Sog, der davon ausgeht? Kam es wirklich so plötzlich? Waren da in den vergangenen Wochen und Monaten nicht schon tausende Anzeichen? Hat sie versucht, diese zu ignorieren, ihnen zu trotzen? Oder ist sie einfach naiv daran vorbeigerannt?

Es gab noch in den letzten Tagen hin und wieder ein Lachen. Den Blick auf das Schöne. Aber nun ist all das weg. Ein Satz hat gereicht, ihr den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Ein Satz, der sie sehr einsam macht. Aber war sie das nicht vorher schon? Nahezu alle Kontakte aufgegeben. Keine Kraft für lustige Telefonate und Mails. Und wer will schon hören, was sie zu sagen und zu weinen hätte? Jeder hat ja schon genug mit sich zu tun. Und sie will nicht stören.

Tränen laufen. Ist das ein gutes Zeichen? Steht sie dann doch noch VOR dem Loch? Ist es nicht erst richtig schlimm, wenn die Tränen nicht mehr laufen? Heißt das, sie kann doch davonkommen? Hoffnung schöpfen?

Sie hasst dieses Gefühl, hat große Angst. Sieht ihre Kinder nur durch die Tränen, die sie als Heuschnupfen verkauft. Nimmt nichts um sich herum wahr. Morgens verzweifelte Versuche, sich weh zu tun, ohne Spuren zu hinterlassen. Um sich zu spüren. Um abzulenken von den quälenden, schmerzhaften, grüblerischen Gedanken. Von der Suche nach einer sicheren, schmerzfreien Möglichkeit. Warum kann man eigentlich nicht auf eigenen Wunsch hin einfach aufhören zu atmen? Hat sie probiert. Geht nicht.

Zu nichts in der Lage. Unglaublich beruhigend findet sie, jetzt schon zu wissen, wer die letzte kleine Rede hält.

tanzendes Herz

Vor zwei Tagen zog der fünfjährige Wildfang nur aus Spaß das rosafarbene Nachthemd seiner zehnjährigen Schwester an. Eigentlich wollte er die Schwester ärgern. Erst lachten wir alle, dann drehte er sich ausgelassen, tanzte durch das Wohnzimmer. Das Töchterchen und ich beobachteten schmunzelnd, ließen ihn in seiner Welt. Er sah sehr glücklich aus. Ich fragte ihn dann, ob er auch eines haben wolle. Zuerst staunte er etwas, dann nickte er vorsichtig.

Heute tanzte er nun in SEINEM Nachthemd durch die Wohnung. Ich habe ihm eines aus superweichem grauen Sweat genäht.  Mit hellblauen Sternen drauf. Es geht ihm fast bis zu den Fersen.

Er sieht unglaublich süß darin aus. Sein letzter Satz heute: „Mami, das ist das Kuscheligste, was ich je an mir fühlen durfte.“ Hach.

im Mai werde ich

liebe Familie aus Süddeutschland zu Besuch haben

ein paar freie Tage genießen

viel arbeiten

den Urlaubsgast aus Heidelberg genießen

Sonne tanken, hoffentlich

Freunde zum Frühstück einladen

einen Familienausflug organisieren (Sächsische Schweiz?)

genießen

laufen