im März werde ich…

den Frühling sehen und riechen und fühlen

Fahrrad fahren

Geburtstag haben

Freunde einladen

auf den Darß fahren

viel arbeiten

Blumen kaufen, immer wieder

den Frühling in die Wohnung holen

den Haustausch im April vorbereiten – Stockholm, meine neue Liebe!

ein Buch lesen, endlich mal wieder?

Advertisements

Himmelskind

Heute wäre Geburtstermin gewesen. 9 Jahre. Du wärst also schon lange ein Schulkind. 3. Klasse. Ganz oft frage ich mich, wie du ausgesehen hättest, wie du riechen würdest, welche Augenfarbe du hättest, wie deine Stimmen klingen würde. Für mich warst du immer ein Junge. Und du hast einen Namen. Und du hast einen festen Platz in meinem Herzen. Und obwohl bei nur ein paar Wochen in mir warst, wird sich das nie ändern. Noch heute kommen mir die Tränen, wenn ich in Gedanken Kontakt zu dir aufnehme. Es vergeht keine Woche, in der das nicht so ist. Ganz still für mich. Mein Umfeld behellige ich damit schon lange nicht mehr. Das ist was zwischen dir und mir.

Nicht viele wissen von dir. Ich möchte dich nicht verschweigen. Aber ich schaffe es einfach nicht, von dir zu sprechen, ohne in Tränen auszubrechen. Ich trauere nach wie vor um dich. Um das, was uns nicht gegönnt war. Was ich mir habe nehmen lassen. Um das ich nicht genug gekämpft habe. Dabei denke ich oft, du wolltest dich nicht zeigen. Ich habe von deiner Existenz viel später erfahren als von der deiner 3 Geschwister. Als ob du geahnt hast, was dann geschehen würde. Und selbst, als sie dich mir nahmen, wolltest du noch bleiben und hast dafür gesorgt, dass es noch lange nicht vorbei war. Es hat nicht allzu viel gefehlt, dann wäre ich dir gefolgt.

Alles war so einfach, so schmerzlos. Da wäre der Situation nicht angemessen gewesen. Dieser 13.7.2007 war der schlimmste Tag  in meinem Leben. Ein Freitag. Es vergeht in meinem Leben kein 13. Juli mehr, ohne dass es mir sehr schlecht geht.

Seit dem habe ich unendlich viele Tränen geweint, fürchterliche Herzschmerzen gehabt. Von dir geträumt, dich mir vorgestellt. Wärst du auch so wild wie dein Bruder? Oder so verträumt wie die Mittlere? So stark wie die Große?

Ich vermisse dich. Ich hätte dich unglaublich gern kennen gelernt. Ich trage dich immer bei mir. Wenn mich jemand fragt, wie viele Kinder ich habe, sage ich immer drei. Und denke vier. Immer. Niemals hätte ich geglaubt, was so wenige Wochen bewirken können, welche Bindung entstehen kann.

Verzeih, dass ich nicht genug um dich gekämpft habe. Verzeih, dass du nicht hier bei uns sein kannst.

Herzlichen Glückwunsch, kleiner Engel. Trotz allem.

 

im Februar werde ich

eine Woche Urlaub haben

Ski fahren und auf Schnee hoffen

drum herum viel arbeiten

den nahenden Abschied des Winters fühlen

die ersten Narzissen sehen

auf Arbeit laufen

weiter vegan essen

mich noch mal richtig bewusst auf der Couch in die dicke Decke kuscheln

Vorhaben 2017

Ich möchte/werde:

  • das neue Jahr lächelnd begrüßen
  • die ersten drei Monate vegan essen
  • dadurch vielleicht gesünder werden, die letzten Monate haben ganz schön Spuren hinterlassen
  • bewusst leben
  • Freunde zum Frühstück einladen
  • eine/n neue/n Kollegin einstellen
  • mich mehr bewegen
  • viel verreisen:
    • Februar: Bayern (1 Woche) und Hamburg (2 Tage)
    • April: Stockholm (9 Tage) und Nürnberg (3 Tage)
    • Mai: Wien (4 Tage allein mit dem Mann)
    • Juni/Juli: Schweden (5 Wochen)
    • Oktober: Sardinien (10 Tage)
    • Wustrow muss noch irgendwo da rein (mind. 4 Tage)
    • der Spreewald eigentlich auch noch…
    • ein Mama-Tochter-Wochenende mit der kleinen Tochter (Berlin oder Ostsee)
  • den kleinen Lieblingssohn einschulen
  • 120 Überstunden abbummeln (Auftrag vom Chef)
  • ca. 200 neue Überstunden machen (weil immer mehr auf meinem Tisch landet und das keiner sieht und mich niemand hört)
  • Ski fahren
  • viel kuscheln
  • freitags weniger Termine machen
  • ein Mal im Monat mit dem Liebsten essen gehen
  • den Mutter-Tochter-Nachmittag unbedingt konsequent einhalten

 

 

im Januar werde ich…

hoffentlich gesund und kraftvoll starten

den Weihnachtsschmuck wegpacken

den Schnee herbeisehnen

                                                          den Liebsten 2 Wochen lang vermissen                                                                (er darf bei der Eröffnung der Elbphilharmonie mitspielen, und er freut sich sehr darauf, also freue ich mich mal mit)

                                                                           viel arbeiten                                                                                      (wobei der Punkt vorher und dieser nicht wirklich zusammen passen, der Kinder wegen)

mich auf den Winterurlaub freuen

vegan essen

2016 – mein Rückblick

Januar

Wir starten das Jahr mit lieben Freunden, die genau wie wir kurz nach 24 Uhr ins Bett wollen, was gut passt. Es gibt Raclette und Kinderbowle. Der Liebste hat den kurzen Dienst, so das er ab 19 Uhr dabei sein kann.

Vor ein paar Wochen haben wir einen Flüchtling aus Tunesien aufgenommen, weil wir es nicht mehr ertragen konnten, ihn in die Flüchtlingsunterkunft zu schicken. Das Weihnachtsfest war deshalb etwas ganz besonderes. Für ihn und für uns. Der Januar geht so weiter. Interessant, bereichernd, lehrreich, bunt. Wir lernen viel über Tunesien, den Islam und alle anderen Religionen, telefonieren mit seiner großen Familie, erhalten ein großes Paket mit tunesischen Heilkräutern. Eine absolut unbezahlbare Erfahrung! Wir können viel geben, aber was wir bekommen, ist noch viel wertvoller. Wir lernen viel über uns und darüber, wie großzügig und herzlich wir sein können und wie viel Platz wir hier doch haben. Wir werden fast täglich mit den leckersten Gerichten bekocht und stellen unser Leben um. Mein Mann freut sich, abends nach dem Dienst noch jemanden zum Reden zu haben während ich mich schon verabschiede. Ich lache viel in dieser Zeit. Und staune. Und merke, wie wenig wir hier doch wissen über all das. Wir machen Behördengänge, erleben die Bearbeiter in der Ausländerbehörde und sind fassungslos darüber, was Menschen anderen zumuten. Wir sehen die Verzweiflung, wenn jemand nützlich sein will und nicht darf. Wir sehen, wie viel Glück man erleben kann, wenn ein Ingenieur, der eigentlich noch promovieren wollte, ein Praktikum in einem großen deutschen Konzern machen darf. Alles unter seinem Niveau, aber endlich eine Beschäftigung. Wir erreichen, dass dieser Mensch ein Zimmer in einer WG beziehen darf und wie er Hoffnung hat, dass er hier in diesem Land gewollt und gebraucht ist. Dass er gebraucht wird, daran hat auch der nette Mann in der Arbeitsagentur keinen Zweifel, denn es besteht Fachkräftmangel, aber dass er nicht erwünscht ist, auch daran besteht kein Zweifel. Ein Besuch in der Ausländerbehörde reicht, um das zu kapieren. Insgesamt bin ich sehr stolz auf meinen Liebsten, dass er all das mitmacht, dass er mich unterstützt und sich einbringt, obwohl er anfangs seine Zweifel hat.

Auf Arbeit startet das Jahr mit einer Kollegin weniger und was wir da noch nicht wissen, diese kommt auch nicht wieder. Wir hoffen aber fast ein Jahr erst Woche um Woche, später Monat um Monat, erst im Herbst verstehen wir, dass ihr das schon lange klar war. Es beginnt also im Januar eine anstrengende Zeit, in der wir ihre Abwesenheit auffangen und viel liegen bleibt. Das macht sich natürlich auch zu Hause bemerkbar. Ich habe weniger Zeit für die Familie als ich erhoffte und mir vorgenommen hatte.

Wir buchen kurzfristig eine Unterkunft für den Winterurlaub.

Wir gehen zum Tag der offenen Tür der weiterführenden Schule im Montessori-Schulzentrum und wissen danach endlich, was der richtige Weg für die Mittelre ist. Sie wird dort bleiben und nicht aufs Gymnasium gehen. Die Lehrer sind toll und überzeugen auch den liebsten Papa sofort, dem Kind den entspannteren Weg zu gönnen. Ein riesengroßer Stein fällt uns allen vom Herzen.

Ich bin ein paar Tage krank.

Februar

Wir wollen unserem Freund aus Tunesien den Schnee zeigen und mit ihm Ski fahren. Da er Deutschland nicht verlassen darf, buchen wir eine Wohnung in Bayern und laden ihn eine Woche lang ein. Leider muss er gleich nach der Ankunft wieder zurück, da er zu einer nochmaligen Anhörung ins Erstaufnahmelager muss, von der er sich viel erhofft. Mein Mann begleitet ihn. Dann sind sie wieder bei uns und wir haben tolle Tage. Es ist auch für uns als Familie der allererste Winterurlaub. Der Liebste staunt, wie gut die Kinder das mit den Skiern machen, nachdem wir im Jahr zuvor genau dort zur MutterKindKur waren und unglaublich viel Schnee hatten. Das war nun leider nicht so dolle, aber schön war es trotzdem. Wir werden überall ein bisschen blöd angeguckt mit unserem Gast, aber wir tun so, als ob wir das nicht merken und als ob es das normalste der Welt ist. Er ist sehr, sehr glücklich.

Auch wir sind glücklich, dem Liebsten all das zeigen zu können, was uns im Jahr zuvor so begeistert hat.

März

Anfang März fahren wir nach Rostock, ich hatte meiner Schwester Karten fr Herman van Veen geschenkt, der in der Stadthalle auftrat. Schreckliche Location. Toller Mensch. Ein schöner Abend.  Eine Woche später sind der Liebste und ich wieder auf dem Weg nach Norden, um unser erstes kinderfreies Wochenende zu erleben. Die Große hat die Kleinen übernommen und alles klappt super. Die Kinder genießen das sehr. Und wir uns und das Meer und die Luft und einfach alles. Es war traumhaft schön und entspannt. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar.

Zu Ostern sind wir wieder in Heidelberg und ich beschließe zum wiederholten Male, dass wir das nicht wieder tun werden. Der Besuch beim Vater des Liebsten ist eine Zumutung, zum Glück war ich so klug und habe die Nächste drastisch reduziert, so dass wir noch ein paar schöne Tage beim Schwager und seiner Familie haben. Heidelberg ist traumhaft schön. Ich will dort immer wieder hin. Aber nicht mehr so.Als wir zurückfahren, beschließen wir, dass wir am nächsten Tag an die Ostsee fahren, um uns eine Wohnung anzusehen. Die wir dann doch nicht kaufen. Falscher Ort. Unser Herz hängst einfach an Wustrow. Und dann ist irgendwie klar, dass es das niemals geben wird für uns und dass das vielleicht doch okay so ist.

Unser tunesischer Freund ist inzwischen in sein WG-Zimmer gezogen. Das hätte er längst tun können, da es uns aber zusammen so gut ging, wurde der Auszug immer wieder verschoben. Nun erobern wir uns unsere Wohnung zurück und erleben einmal mehr, wie groß und luxuriös das hier alles ist.Ich ertrage die politischen Berichte kaum noch und beschließe, mich weitestgehend vor den Nachrichten zu schützen. Gleichzeitig schäme ich  mich, weil wir plötzlich nicht mehr viel tun für andere.

Wir lassen eine Anhängerkupplung an das Auto bauen. Schweden naht.

Ich mache ganz bewusst meinen Frieden mit der Situation auf Arbeit. Begreife, dass ich daran nicht viel ändern kann, also ist es wohl besser, sich damit zu arrangieren. Ich gehe ganz bewusst jeden Tag lächelnd auf meinen Chef zu und staune, was dadurch alles passiert und anders wird. Es wird erträglicher und gut.

April

Mit der mittleren fahre ich nach Berlin, weil sie zu einem Casting möchte. Ihr Traum ist es, einmal in einem Film mitspielen zu dürfen. Von den 20 vorspielenden Kindern wird nur sie genommen. Seit dem ist sie also in der Agentur aufgenommen, so richtig mit Vertrag und so. Und wartet. Die Entfernung scheint ein Problem zu sein. Wir treffen jedenfalls die Große dort und haben einen schönen Nachmittag zusammen, sitzen zusammen in der Sonne und essen leckersten Kuchen. Herrlich.

Der Liebste ist mal wieder ne Woche in Hamburg.

Wir fahren schon wieder nach Berlin und erleben dort mit der Großen und ihrem Freund die Kinder vom Kleistpark.

Wir beginnen ein Haushaltsbuch, mit dem ich den Mann in den nächsten Monate ziemlich nerve.

Mai

Wir haben Besuch aus Süddeutschland und genießen das sehr. Ich laufe nicht, obwohl ich das fest vor hatte. Irgendwie fühle ich mich ständig krank und schwach. Wir erobern den Garten zurück und treffen uns dort, so oft es das Wetter zulässt, mit den Nachbarn, die längst Freunde geworden sind. Auch die Nichte aus dem Westen kommt eine Woche lang zu Besuch und genießt das Leben in der großen Stadt sehr, schmiedet Zukunftspläne.

Wir buchen die Fähre nach Schweden und ich mache die Packlisten. Riesige Vorfreude!

Der Liebste wird in den Personalrat gewählt und wird seine Aufgabe sehr gewissenhaft und gut machen.

Juni

Wir beladen den Wohnwagen, den wir uns für 5 Wochen gemietet haben und sind sehr aufgeregt. Wird das für uns die richtige Art des Urlaubs sein? Es ist viel zu tun auf Arbeit. Das ist immer so. Aber das ist okay. Die lange Auszeit ist schon zu spüren.

Ich nehme kurz vorher noch die für 2017 geplante Auszeit zurück und lasse mir das angesparte Guthaben auszahlen. Ich weiß jetzt schon, dass ich mich darüber ärgern werde. Aber es ist für den Job die beste Entscheidung.

Sommertanzgala der Musikschule, in der die kleine Tochter tanzt.

Zwei Tage vor der Abfahrt entscheiden wir uns dafür, den Kindergartenplatz zu kündigen und ganz schnell einen neuen zu suchen. Das klappt und wir hoffen so sehr, dass die Entscheidung richtig ist.

Juli

Es geht los. Der Liebste zweifelt noch an der Kraft des Autos. Aber alles ist gut. Es leistet tolle Dienste und darf deshalb mindestens zwei weitere Jahre bei uns bleiben. Am ersten Urlaubstag treffen wir meine Schwester in meinem Lieblingsort. Nur für ein Abendessen.

Wir haben fünf absolut tolle Wochen in Schweden. Perfektes Wetter. Die Lieblingsnachbarn reisen uns nach, so dass wir absolut tolle Wochen haben. Wir verlieben uns in Stockholm. Sammeln Blaubeeren, essen Eis, sehen einen Seelöwen, fliegen mit einem Helikopter. Und noch so viel mehr. Eine geniale Zeit. Leider kommen die Kopfschmerzen, die vorher einige Wochen verschwunden waren, zurück, was die Zeit für mich etwas trübt.

Ich fange mir Borrelien ein. Ein Zeckenbiss. Treffer.

August

Ich kämpfe 5 Wochen mit den Borrelien, erlebe eine schlimme Zeit. Bin total mut- und kraftlos. Lasse eine Fiebertherapie über mich ergehen. In der Hoffnung, dass dann alles besser wird. In einer höllischen Prozedur werde ich stundenlang auf 41,4 Grad erhitzt und dann bei dieser Temperatur vier Stunden lang gehalten. Ich erlebe währenddessen schlimmstes. Verbrenne auf meiner Rückseite ganz furchtbar. Habe hinterher einen totalen Nervenzusammenbruch und schreie und heule alles aus mir heraus. Nie wieder würde ich so etwas tun. Auch nach einigen Monaten verblast diese Erinnerung nicht. Das Antibiotikum das ich vier Wochen nehmen muss, macht mich unglaublich müde und schwindlig. Ich verliere jeden Mut.

Kaum sind wir zurück aus dem Urlaub, suche ich nach einer Möglichkeit, zu Ostern nach Stockholm zu reisen. Wir wollen dort mehr Zeit haben, richtig eintauchen.

Die mittlere Maus startet in der Oberschule. Sie wird Klassensprecherin und legt einen super Start hin. Sie ist ein sehr glückliches Kind. Der kleine Liebling startet im neuen Kindergarten.

September

Ich gehe endlich wieder arbeiten. Die bösen Kopfschmerzen sind seit der Fiebertherapie weg. Nur langsam vergesse ich, dass sie da waren.

Wir haben einen Haustausch für April gefunden und buchen die Flüge. Wir werden zehn Tage mit einer Familie in Stockholm tauschen. Direkte Citylage. Ich kann es kaum erwarten.

Das geplante und so sehr ersehnte Paarwochenende sagen wir ab. Mir geht es einfach zu elend.

Ende des Monats fahre ich nach Nürnberg und erlebe ein intensives Wochenende mit vielen Frauen und wir alle erkunden zusammen unser inneres Kind. Was für ein Erlebnis! Wie dankbar ich für diese Tage bin! Der Liebste ist währenddessen wieder in Hamburg. Aber die Große schmeißt den Laden zu Hause so toll, dass ich gut noch ein paar Tage länger bleiben könnte.

Ende des Monats wollte meine Schwester zu uns kommen und ein langes Wochenende bleiben. Aber sie muss absagen weil etwas anderes wichtiger ist. Sie schickt die Kinder mit dem Zug und will nachkommen.

Oktober

Herman van Veen ist nun auch in unserer Stadt, weil wir ihn so sehr lieben, habe ich meine Schwester nochmal eingeladen. Sie kam also mit ihrem Liebsten nach und wir erlebten das Konzert noch einmal. Und wir haben sogar ein Foto mit ihm machen können. Das war das dritte Mal in diesem Jahr, dass ich meine Schwester sah. Wieder nur kurz. Hätten wir uns gesehen, wenn die Konzerte nicht gewesen wären?

In den Ferien fuhren wir für 9 Tage nach Wustrow. Der Liebste kam für 4 Tage mit, dann musste er wieder nach Hause. Wir blieben noch und genossen das Meer und die Zeit und uns. Während des Urlaubs feiern wir den Geburtstag der kleinen Tänzerin. 11 Jahre schon!

Ende Oktober fuhren wir zu viert in den Spreewald. Eine absolut traumhafte Gegend! Es war wunderschön! Gesundheitlich fühle ich  mich sehr stabil. Und voller Kraft.

November

Voller Vorfreude auf Weihnachten. Das Vorhaben, alle Geschenke frühzeitig zu besorgen,  schaffe ich fast. Die Adventskalender sind frühzeitig fertig.

Ich arbeite viel.

Der Liebste ist wieder eine Woche in Hamburg.

Wir feiern den 6. des Lieblingssohnes.

Wir werten das Haushaltsbuch aus und erschrecken über die vielen Ausgaben. Wirklich kluge Schlüsse ziehen wir jedoch nicht. Wir wollen irgendwie sparsamer leben.

Dezember

Die Große wird 22.

Wieder eine Woche Hamburg für den Mann. Ich besorge alles was noch für Weihnachten fehlt, plane und schreibe Listen.

Wintertanzgala. Wir bestaunen glücklich das tanzende Tochterkind.

Wir geben spontan sehr viel Geld für uns aus und kaufen eine große eve-Matratze, die im Internet viel Gutes verspricht und auch hält. Der Liebste schläft seit dem wir auf Wolke 7 und ist von der ersten Nacht an überzeugt Die Gerüche, die die ersten Modelle noch hatten, sind nicht mehr vorhanden. Ein Traum.

Endlich Urlaub. Und ich werde krank. Hatte viel vor, wollte mit den Kindern viel unternehmen. Stattdessen liege ich viel auf der Couch, versuche, bis zum Jahresanfang wieder fit zu sein. Es gibt so viel zu tun auf Arbeit.

Am 23. grillen wir mit den Nachbarn und singen zusammen an der Feuerschale Weihnachtslieder. Das machen wir jedes Jahr. Eine schöne Tradition.

Wir haben ein entspanntes Weihnachtsfest, spielen sehr viel, haben den allerschönsten Weihnachtsbaum. In diesem Jahr haben die kleine Tänzerin und ich geschmückt. Zwei Tage vor dem heiligen Abend habe ich auf der Straße eine alte DDR-Lichterkette gefunden, die tatsächlich noch funktionierte und uns so das wunderschöne, warme Licht schenkt. Im nächsten Jahr kämpfe ich noch einmal für echte Kerzen am Baum. Ich liebe die Abende mit dem Baum und dem Licht.

2017 kann kommen. Ich habe zwei Wünsche: Gesundheit für uns alle und Zeit füreinander.

Weihnachten 2016

Unspektakulär war unser Fest. Ruhig, faul und entspannt waren wir. Es gab dennoch Streit  mit dem großen Tochterkind, was sehr schade ist. Aber so ist es. Gehört irgendwie einfach dazu. Ob sich das irgendwann mal legt? Oder muss das so sein zwischen Müttern und ältesten Töchtern?

Heiligabend:

spätes Frühstück, Mann zum Dienst, Rotkraut für morgen vorbereitet, Mittag gegessen, der Liebste bringt die Omi mit, due mit ihren 96 Jahren doch noch einmal zu uns in die 3. Etage stapft, dann reden, aufgeregte Kinder, Baum bestaunen (immer wieder), Kaffee mit Plätzchen, Stolle und Lebkuchen, Spaziergang mit für die Waldtiere geschmücktem Tannenzweig (Karotte, Apfel, Brot), Abstecher zur Kirche, die schon zu voll ist, zurück nach Hause, wo die Omi auf uns wartet, und mit ihr die Geschenke unter dem Baum (viel zu viele), wir singen zusammen, dann erzähle ich vor dem ersten Geschenk für jeden, was der Weihnachtsmann „geschrieben“ hat, dann gibts kein Halten mehr…, glückliche Kinder, schöne Geschenke, zum Abendessen Kartoffelsalat und Würstchen – alles wie immer, das ist allen wichtig, die Omi will direkt nach dem letzten Bissen zurück ins Heim, das macht alles etwas ungemütlich, aber so soll es eben sein, die Große und ich fahren sie hin und machen ein paar Umwege rückzu, der Kiez ist so schön beleuchtet und leer, gemeinsame Zeit ist kostbar, 21 Uhr schlafe ich total knülle ein…

25.12.2016:

spätes Frühstück, die Große noch da, ich mache mich gleich an die Ente, auf die die Familie bestand, das Rotkraut schon seit gestern fertig, es wird gespielt, Filme geschaut, zum Mittag kommt der Freund der Großen, der kleine Sohn dreht am Rad, was die Große nervt und den Freund verwundert, lecker Essen, Mittagsschlaf, ich nach langer Zeit mal wieder im Arm des Mannes, spätes Aufwachen, Kaffee und Stolle und so, auf auf zum Spaziergang, ohne das junge Paar, dafür sehr entspannt, weil niemand jemandem zu viel werden kann in dieser Konstellation, langes Laufen durch den dunklen Wald, neues Laserschwert dabei, nach dem geschmückten Zweig geschaut, noch ein Stück durch den Kiez gelatscht. Erholsam. Kein Abendessen, aber Eis mit Apfelmus und einen schönen Film gesehen. Alle zusammen. Zwischendurch noch gespielt und gespielt und gekuschelt. Ich darf auf der neuen Matratze schlafen, dort liest der Liebste noch aus dem neuen Buch über skandinavische Weihnachten. Die Große ist genervt abgedampft und schläft beim Freund. Ich bin sehr müde und auch traurig. Gute Nacht!

26.12.2016:

Schlecht geschlafen, viel nachgedacht. Sehr spät aufgestanden, sehr spät gefrühstückt. Dann einfach trieben lassen. Nur gegessen, gelesen, gespielt, gekuschelt. Die Große beschwert sich bei uns über uns, als wir gemeinsam Mittagessen. Kein schönes Zusammensein. Danach geht sie wieder. Zur Freundin. Der Liebste kämpft noch darum, dass sie bleibt. Aber manchmal muss man gehen und den anderen gehen lassen. Danach wird es doch noch gemütlich. Wir siedlern mit der Mittleren und spielen mit dem Zwerg. Der Mann geht mit dem Sohn raus, wir genießen heute den Schlafanzugtag sehr. Endlich spielt der Liebste auf dem Klavier, wir hören in den Tagen überhaupt viel schöne Musik. Dann der Mann zum Dienst, wir bauen mit den neuen Bausteinen und knutschen und kuscheln und naschen. Gleich ist der fleißige Mann zurück, dann geht wieder jeder in sein Bett. Morgen nicht ´viel anders, nehme ich an.